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26.05.2021 // MYI Entertainment

Neue Trends und Entwicklungen im eSport-Business

Das eSport-Business entwickelt sich stetig weiter und generiert 2021 eine enorm hohe Reichweite im Entertainment-Sektor. In Kooperation mit MYI Entertainment veröffentlichen wir alle zwei Wochen einen eSport-Business-Newsletter. In diesem eSports-Business-Guide-Special finden Sie die Inhalte des Newsletters nochmals zum Abruf.

26.05.2021- Wettanbieter und Alkohol im eSport

Quellen zufolge erlaubt Publisher Activision Blizzard es teilnehmenden Teams in den Overwatch- und Call of Duty-Ligen, in Zukunft Partnerschaften mit Wettanbietern und alkoholischen Getränkemarken abzuschliessen. 

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Kommentar von Christian Hergott (Senior Consultant Esports & Gaming bei MYI Entertainment):
Es könnte ein richtungsweisender Strategiewechsel sein, denn die Unternehmen beider Branchen spielen im eSports-Sponsoringumfeld aufgrund der Restriktionen durch viele Publisher aktuell eine stark untergeordnete Rolle. Lediglich die Ökosysteme der Top-eSports-Titel Counter-Strike und Dota 2 eröffnen Anbietern alkoholischer Getränke sowie Wettspielen das attraktive Werbeumfeld.

Die Restriktionen sind beides, Segen und Fluch. Ersteres, weil sie besonders gefährdete Zielgruppen wie Minderjährige - ein grosses und bedeutendes Segment im eSports - vor potenziell negativen Einflüssen schützen. Zweiteres, weil der Blick auf traditionelle Sportarten offenbart, welches Umsatzpotenzial Veranstalter, Teams und professionelle Spieler:innen nicht heben können.

Die Liberalisierung für Wettanbieter könnte auch auf die Attraktivität der Wettkämpfe einen positiven Effekt haben. Wetten auf eSports-Matches sind längst möglich und gehören für viele Fans zum Zuschauererlebnis dazu.

Sollte sich die Informationen bestätigen, könnte dies eine neue Dynamik im eSports auslösen. Wie werden die anderen Publisher reagieren? Wie werden sich die ohnehin steigenden Rechtepreise entwickeln? Wie wird der Schutz der Zielgruppe weiter gewährleistet?

Besonders der Schutz der passionierten Community ist mir ein Anliegen. Die Verantwortung dafür tragen aus meiner Sicht nicht nur die Publisher und Veranstalter (via Restriktionen), sondern die Marken selbst. Ihre Kreativ- und Kommunikationsagenturen eingeschlossen. Zur Selbstverantwortung im eSports gehört dazu, zielgruppenkonforme Produkte auf angemessene Art und Weise zu platzieren.

Ich bin der Meinung, dass die Öffnung ein wichtiger Schritt für die weitere Professionalisierung des gesamten eSports-Ökosystems sein könnte. Allerdings stehen alle Akteure - Rechtehalter und Marken - in der Pflicht, Verantwortung zu übernehmen und eigene Interessen dem Schutz der Zielgruppe unterzuordnen.

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10.05.2021

Intel veranstaltet während den Olympischen Sommerspielen 2021 in Tokio die Intel World Open (IWO). In den IWO gibt es ein Rocket League-Turnier mit $500’000 Preisgeld und ein Street Fighter V-Turnier mit $250’000. Beide Turniere haben offene Qualifikationen, an denen jede und jeder teilnehmen darf.

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Kommentar von Manuel Oberholzer (COO & Co-Founder bei MYI Entertainment):
Als ich diese Headline gesehen habe, war ich kurz verwundert. Vor zwei Wochen haben wir an dieser Stellevon der Olympic Virtual Series (OVS) berichtet. Hier gehts zum letzten Newsletter. Die OVS sollen das Esports-Happening während den Olympischen Sommerspielen 2021 darstellen und featuren diverse Sportsimulationen.

Offenbar wird es nun aber zwei parallel stattfindende Esports Events geben. Beide sind “offiziell” und werden auf der Olympics-Website aufgeführt. Erstaunlicherweise haben die Turniere aber nicht nur jeweils einen eigenen Namen, sondern kommunizieren komplett ohne Bezug zueinander.  Sieht ganz danach aus, als handle es sich hierbei um zwei komplett eigenständige Events.

Inhaltlich unterscheiden sie sich bezüglich der Videospielauswahl stark. Die Top-Titel, die wir bei der OVS vermisst haben, sind nun da. Street Fighter und insbesondere Rocket League sind beides etablierte Esports-Games. Zudem ist Rocket League cross-play auf allen Plattformen spielbar. Toll ist ausserdem, dass die IWO Open Qualifiers anbietet und so alle Gamerinnen und Gamer die Möglichkeit erhalten, um den Titel zu kämpfen.

Meiner Meinung nach ist die IWO also genau das, was man sich von der OVS gewünscht hätte. Ich bin gespannt, ob sich dies auch in den Teilnehmer- und Zuschauerzahlen widerspiegeln wird.

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27.04.2021

Im Vorfeld der olympischen Sommerspiele 2021 in Tokyo richtet das IOC erstmals die Olympic Virtal Series aus. Gespielt werden virtuelles Baseball, Radrennsport, Rudern, Segeln und Motorsport. Der IOC kooperiert hierzu mit zahlreichen Spieleherstellern und Verbänden, die starkes Interesse an dieser Serie zeigen. 

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Kommentar von Manuel Oberholzer (COO & Co-Founder bei MYI Entertainment):
Ob eSports auch Sport ist oder nicht, war schon immer eine beliebte Frage. Das IOC hat seine Meinung nun angepasst und öffnet sich gegenüber Titeln, die “olympische Werte nicht verletzen” würden.

Für die Olympic Virtual Series wurden Games gewählt, die extrem nischig sind. Die Auswahl der Spiele ist grundsätzlich sehr eingeschränkt, wenn dabei ausschliesslich Sportsimulationen berücksichtigt werden. Titel wie League of Legends, Counter-Strike oder Fortnite, welche die berüchtigten Multimillionen an Preisgeldern ausschütten und ganze Stadien füllen, werden mit so einem Kriterium kategorisch ausgeschlossen.

Aber auch innerhalb der IOC-Auswahl von Sportsimulationsspielen sind eher populäre Titel wie FIFA oder NBA2K leider nicht vertreten. Gran Turismo ist wohl das bekannteste Spiel, das im Line-up zu finden ist. Aber auch dieses ist für Simracing nicht die erste Wahl. Inwiefern diese Auswahl so gewollt war, ist schwierig zu beurteilen. Es kann nämlich gut sein, dass das IOC an anderen Titel Interesse gehabt hätte, aber keine Lizenz vom Publisher erhalten hat.
Inwiefern diese Auswahl so gewollt war, ist schwierig zu beurteilen. Es kann nämlich gut sein, dass IOC an anderen Titel Interesse gehabt hatte, aber keine Lizenz vom Publisher erhalten hat. Die Frage, ob eSports auch Sport ist oder nicht, müsste also noch erweitert werden: Ist es überhaupt noch eSports, wenn man keine klassischen eSports-Titel spielt? Und spielt das überhaupt eine Rolle? 

Viele Stimmen im eSports sagen ganz klar, dass sie Olympia gar nicht brauchen. eSports wird so oder so seinen Weg finden und von den Publishern ist wohl keiner bereit, Macht an Verbände abzugeben. Trotzdem ist die Aufmerksamkeit, die eSports durch einen Event wie die Olympiade erhalten würde, begrüssenswert. Es bleibt zu hoffen, dass diese Aufmerksamkeit langfristig auch auf “klassische” eSports-Titel gerichtet wird.

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13.04.2021

Die Twitch-Streamer Trymacs und Amar haben mit dem Entertainment-Format "Teammates" eine hohe Nachfrage durch Zuschauer bedient. Die Strategie, bekannte Streamer aus der eSports-Szene einzubinden hat Potenzial, um die Reichweite im eSports zu erhöhen. Welche Potenziale ergeben sich durch solche Formate in der Zukunft?

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Zur Folge

Kommentar von Christian Hergott (Business Development Manager bei MYI Entertainment):
Ordnet man die Zuschauerzahlen im Esports- und Gaming-Kontext ein, sind sie beeindruckend. Nur internationale Top-Events erreichen vergleichbare Reichweiten, sind aber für Marketingziele im DACH-Markt aufgrund der Sprache (Englisch) durch grosse Streuverluste gekennzeichnet. Im Kontrast dazu sind deutschsprachige Events zielgerichteter, erreichen aber ein vergleichsweise kleineres Publikum. Diesem Konflikt entgeht «Teammates». Die Show zeigt, dass durch die Protagonisten - beliebte (Gaming-)Influencer - grosse  Reichweiten auch zielgerichtet erzielt werden können.

Während sich die Twitch- und YouTube-Akteure der bewährten Konzepte des TVs bedienen, haben mittlerweile auch die klassischen Medienformate das Potenzial von (Gaming-)Influencern erkannt. Im Januar erhielt Twitch-Streamer Knossi seine eigene TV-Show auf RTL. Zunächst mit großem Erfolg, denn die erste Ausstrahlung erzielte eine Reichweite von rund 1 Millionen ZuschauerInnen. Seitdem sind die Reichweiten - trotz Verlegung des Sendeplatzes - stark gesunken. Warum?

Wahrscheinlich sind zwei Dinge passiert:

1. Knossi-Fans sind nach einem Hype zum Start zurück zu ihren favorisierten Plattformen Twitch & YouTube, wo sie gewohnt konsumieren und gleichzeitig interagieren können.

2. Die traditionelle RTL-Zielgruppe hat sich abgewandt, denn für sie ist die Show nur ein weiteres eher bekanntes Format - mit dem Unterschied, dass der Gastgeber eine ihnen eher unbekannte Persönlichkeit aus dem Internet ist.

Besonders der erste Punkt ist relevant. Neben der Persönlichkeit eines Influencers ist die Bindung zwischen junger Zielgruppe und Medium (hier Twitch oder YouTube) ein wichtiger Treiber für Reichweiten. Wie wichtig diese Bindung ist, konnte man beobachten: Der berühmte Streamer Ninja verliess 2020 Twitch für einen Exklusiv-Deal mit der Streamingplattform Mixer und erfuhr dadurch einen enormen Einbruch seiner Reichweite. Seine Fans folgten ihm nicht und blieben eher Twitch treu. Die erste Show von Trymacs und Amar war sehr erfolgreich. So war es allerdings auch bei Knossi. Daher bin ich sehr gespannt, wie sich «Teammates» und ähnliche Entertainment-Formate auf Twitch und YouTube entwickeln werden - und welche Strategie sich eher bewähren wird.

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31.03.2021

Fighting Games sind der neue Trend im eSports-Business. Immer mehr Firmen wie Sony Entertainment partizipieren an diesem Trend, der zukünftig viel Potenzial birgt. Die Begeisterung der eSports-Fans für das Genre gilt es zu nutzen, sodass sich der eSports weiterentwickeln und in verschiedenen Gaming-Genres breit aufstellen kann. Die Akquirierung der Evolution Championship Series, welches zu den bekanntesten eSports-Turnieren im Bereich der Fighting-Games zählt, ist ein großer Schritt, um das Fighting-Genre im eSports zu etablieren.

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Kommentar von Constantin Rittmann (Country Manager bei MYI Entertainment):

Sony und Nintendo - zwei konkurrierende Giganten auf dem Konsolenmarkt. Gleichzeitig sind beide Plattformen für die populärsten Fighting-Games: Während «Street Fighter» und «Tekken» hauptsächlich auf Sonys PlayStation gespielt werden, ist «Super Smash Bros.» exklusiv für Nintendo-Konsolen verfügbar. Die EVO deckt bislang sämtliche Titel aus dem Genre ab.

Nun, mit Sony als Miteigentümer der EVO, stellt sich die Frage, ob das auch in Zukunft so bleiben wird. Nintendo muss (vorerst) jedoch noch nicht zittern: In einem Statement der EVO wurde uns versichert, dass am Event weiterhin Games aller verfügbaren Konsolen gespielt werden. Vielleicht muss sich aber Sony vor Nintendo in Acht nehmen.

Bereits im 2013 stellte sich Nintendo quer und hatte der EVO verboten, Turniere zum Spiel «Super Smash Bros. Melee» auszutragen. Allgemein ist Nintendo nicht dafür bekannt, Esports bei ihren Spielen zu fördern. Fürs Erste besteht jedoch keine Gefahr vor Ausschlüssen aus künftigen EVO-Events, meint der Spielehersteller.

Ist das derzeitige Zusammenspiel der Giganten das Go, um Fighting-Games im Esports aufs nächste Level zu bringen? Auch andere grosse Namen engagieren sich zurzeit in diesem Genre: Im Dezember hat Microsoft eine beliebte Turnierplattform gekauft, smash.gg.

Auch in Europa zählen sich viele zu den Fans des Fighting-Genres. Meiner Meinung nach ein noch ungenutztes Potenzial - begeisternde Events und starker Content.

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17.03.2021:

eSports wird nun noch globaler vertreten sein. Das Unternehmen Riot Games plant, die Mid-Season-Invitational 2021, die kleinere Meisterschaft des Gaming-Titels "League of Legends" in Reykjavik stattfinden zu lassen. Dies ist eine besondere Chance für Island und die eSports-Entwicklung, um die Begeisterung für den Sport zu etablieren. 

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Zum Imagefilm 

Kommentar von Manuel Oberholzer (COO & Co-Founder bei MYI Entertainment):

Dass Esports-Events auch für den Standorttourismus attraktiv geworden sind, ist nichts Neues. Das erste Mal findet jedoch in Island ein Megaevent statt. Laut Visit Iceland konnten sie sich gegen 15 andere Länder durchsetzen. Beratend im Entscheidungsprozess war auch eine «Risk Assessment Agency», die befand, Reykjavik sei coronasicherer als andere Standorte.

Aber Island passt auch aus einem anderen Grund perfekt. Ganze 26 Sekunden des total 40-sekündigen MSI Trailers von League of Legends zeigen die traumhafte Landschaft Islands. Eine Landschaft, die zwar eindrücklich ist, mit der ganzen Esports Welt aber eigentlich nichts am Hut hat. Nichtsdestotrotz unterstreicht sie die Story dieses einzigartigen Events. Die Athleten messen sich nicht, wie sonst immer, in einem riesigen Stadion einer Millionenmetropole. Nein, sie treffen sich auf einer Insel am Ende der Welt. Die Landschaften Islands wecken zudem Mittelalter- und Fantasy-Gefühle. Das ist zwar nicht der gängige Esports-Stil, aber passt voll zu League of Legends. Mir gefällt’s!

Ob die angesprochenen Gamerinnen und Gamer diese Fantasy-Welten künftig auch live besuchen oder lieber weiterhin nur virtuell in ihnen spielen werden, wird sich zeigen.

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Kontakt

MYI Entertainment GmbH
Manuel Oberholzer (Co-Gründer und Head of Marketing)
E-Mail: manuel.oberholzer@myi.ch
Web: www.myientertainment.com/

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